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Vom Bunker zum Museum
Er ist ein Überbleibsel des Kalten Krieges, als die Gefahr einer atomaren Auseinandersetzung allgegenwärtig war. Der Standort des „Urfter Bunker“, wie der Ausweichsitz der damaligen Landesregierung von Nordrhein-Westfalen genannt wird, war lange Zeit streng geheim. Heute ist aus dem ehemaligen Versteck ein Museum entstanden.
Die außergewöhnliche Touristenattraktion im Kreis Euskirchen stammt aus dem Jahr 1965. Drei Jahre haben die Bauarbeiten gedauert, rund zehn Millionen Mark gekostet. Mehr als 30 Jahre lang blieb der Bunker einsatzbereit. Genutzt werden musste er glücklicherweise nie. Nur zu Übungszwecken zog die Landesregierung vorübergehend in das fensterlose Gebäude ein. Die Versorgung mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Treibstoff und Medikamenten im Bunker reichte stets für bis zu 300 Menschen, die damit an die 30 Tage lang ausharren konnten.
Zur Ausstattung gehörten außerdem eine Entgiftungsanlage, eine Krankenstation, ein Tiefbrunnen inklusive Labor zur Wasserbestimmung und ein Radiosender, über den der Ministerpräsident zum Volk sprechen konnte. Für Strom sorgte ein eigenes Kraftwerk. All das befindet sich noch heute scheinbar unangetastet an seinem Platz.
Mit dem Ende des Kalten Krieges verkaufte die Landesregierung den Bunker, der seit 2009 als Dokumentationszentrum genutzt wird. Unter anderem verfügt der Bunker mittlerweile über eine interessante Bibliothek, in der zum Beispiel die Ministerialblätter von 1950 bis 1990 sowie Verfassungsgerichtsurteile archiviert sind.
Informative Führungen durch den Bunker und seine Vergangenheit werden
samstags um 16 Uhr angeboten. Andere Termine können vereinbart werden (http://www.bunker-touren.de).













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